BEAR ON TOUR – TOKYO

Tokyo – die größte Metropole der Welt und mit knappen 34 Mio. Einwohnern und seinem berühmten Fischmarkt – darüber wird es heute gehen.

Mittlerweile sind wir in diesem Monat da. 205 Km gelaufen, also seit dem 14. Mai und dem Start unserer Reise. Die Füße tun allmählich nicht mehr weh und der Muskelkater ist auch vorüber. Dennoch kann ich nicht sagen, dass ich das alles so genieße. Mir fehlt mein Krafttraining und meine Ernährung. Das ist ein riesiges Problem seit ich vor ca. 5 Jahren auf Leangains umgestiegen bin. Meiner Verdauung, meinem Energielevel, meinen Muskeln geht es einfach besser, wenn ich so essen kann wie ich es gewohnt bin.

Im Ausland ist dies aber leider oft zu teuer oder fast nicht möglich aufgrund der nicht vorhandenen Lebensmittel z.B. Hüttenkäse. Da ich die letzten Jahre nur 2 Wochen Urlaub am Stück genommen habe, ist mir das nie so ins “Gewicht” gefallen, Jetzt in der dritten Woche merke ich aber, dass ich bereit bin wieder mein Chicken mit Hüttenkäse zu essen. LOL

Tokyo

Edo – wie es ursprünglich auch genannt wurde, war für diesen Bären eine ganz wichtige Station. Erstens, weil eine Reise nach Japan ohne die Hauptstadt zu besuchen, gerade wegen ihrer Superlativen nicht in den Rucksack kam und zweitens weil hier JUDO ihren Ursprung fand.

Vom ersten Moment an fiel mir auf wie “leer” es mir vor kam. Dafür das hier so viele Menschen auf einem “Haufen” wohnen sollten, war es kein bisschen wie New York City, London oder LA. Grosszügige Avenues, nach Singapur die saubersten Straßen die ich je gesehen habe und niemand drängelt. Ja, ich war beeindruckt von TOKYO.

Da wir nur sehr selektiv die U-Bahn oder Busse nehmen, erlebe ich Städte “zu Fuß” einfach anders. Zum Beispiel war ich mir nicht bewusst darüber ob die Luft “Smog”-ig war. Das ist ein gutes Zeichen, weil wer in LA war, weiß was ich meine wenn Du Dir darüber bewusst bist und zweitens heißt das auch, es gab keinen. Zumindest keinen den ich aktiv wahrgenommen habe.

Tokyo ist aber gleichzeitig der absolute Schmelztiegel einer japanischen Kultur die hyper Modern ist und auf der anderen Seite super traditionell. Hier siehst du Leuchtreklamen und Hochhäuser mit modernsten Fassaden und zwei mal abgebogen stehst Du inmitten eines alten Schreins, Tempels oder Gartens voll ZEN.

Sicherheit – ist ein riesiges Thema zur Zeit in Japan wie auch global und ich habe ich noch nie sicherer gefühlt wie hier. Es ist schwer zu beschreiben, wie man in einer 9 Mio Metropole (ohne die umliegende Agglomeration) sich so frei bewegen kann ohne jemals einmal ein mulmiges Gefühl zu haben. General war dieses Gefühl bisher auf der Reise nicht vorhanden und ich habe auch noch nie soviele Frauen alleine oder in Pärchen reisen sehen. Sehr gut und weiter so NIPPON.

In Akhibara ist MANGA zu Hause, mehrere Blöcke, die sich zusammen mit damals “dem modernsten Elektroequipment” ein zu Hause gemacht haben. Hier findest Du alles Manga, Maiden Cafés und Personen die sich gern in eine “andere” Welt begeben. Aus heiterem Himmel werde ich auch von einem Kamerateam angesprochen, übrigens hat Mama Bear langsam recht, dass ich irgendwie auffalle in Japan, da jeder mit mir spricht LOL, und zu einem kurzen Interview vom lokalen Tokyo TV eingeladen.

Was “klein” und “lokal” heißt, hat man mir beantwortet mit nur wenigen Zuschauern, also knapp 1 Millionen. HAHAHAHAH Los gehts – ich bin für alles zu haben. “Singe bitte die Deutsche Nationalhymne” WHAAAATTTTT!!! Oh je, falls Du es nicht wusstest, Deutschland ist super beliebt hier in Japan, bei Jung und Alt. Los gingst, Einigkeit und Recht und Freiheit…ich habe das bestimmt seit der Grundschule nicht mehr gesungen… Aber der Text hat doch noch gepasst.

Zum Glück wird nie jemand das hier sehen, weil ich daran glaube das “Lokal” Tokyo – egal ob 1 Mio. Zuschauer – einfach nicht “international” genug ist. Ach so, an der italienischen waren sie nicht so wirklich interessiert. Weshalb die Nationalhymne? Das weiß nur wer japanisch kann und ich habe keinen blassen Schimmer. Dann durfte ich mich noch daran versuchen ein wenig “Ganji” zu schreiben und das war der absolute Highlight für die Reporterin und den Kameramann. Wenns schön macht – hahhhahahah- BIG IN JAPAN.

JUDO

Mein persönliches Highlight war der KODOKAN in der Nähe des Tokio Dome. Hier ist JUDO entstanden oder zumindest die Haupzentrale von dem was tief in mir mein SEIN und auch meine gesamte Jugend geprägt hat. Ich bin mir sicher, es war auch der Grund für diese Japan Reise. JUDO – das Streben nach Effizienz und der gegenseitige Respekt sind wundervolle Tugenden und es ist ein Kampfsport wie kein Zweiter. Die Trainingshalle zu sehen und viel mehr über den Erfinder Jigoro Kano in seiner Stadt zu erfahren waren einfach super. Ich muss zugeben, dass mich da fast der JUDO-Bug gebissen hat und ich mir überlege, ob es nicht doch wieder Sinn machen könnte ist Judo anzufangen. Es muss ja nicht immer gleich der Wettkampf sein – 😉

Essen – kann man hier so gut wie nirgends auf der Welt. Toyko selbst hat 14 Michelin Sterne Restaurants und nur Paris kann da mithalten (mit 11). Da ist für jeden Geldbeutel etwas dabei, wenn auch nicht wenn es um die besagten Sterne geht. Ein riesiges Highlight war das FUJIKI Bezirk mit dem berühmten Fischmarkt. An einer Live Tunfisch Auktion haben wir nicht teilgenommen, da es mittlerweile so beliebt ist, dass man sich um 2.30 Uhr anstellt um um 5.30 Uhr zur ersten Auktion hereingelassen wird. Da es hier um Business, die teuersten Blaufinnen Thunfische der Welt und nicht Tourismus geht, werden insgesamt pro Tag nur 120 – 160 Personen auf 3 Auktionen verteilt hereingelassen. Also, nix für mich alten Bären und ich war sowieso fiel heißer auf das Probieren 🙂

Der Fischmarkt anfürsich ist eine verrückte und teilweise Lebensgefährliche Angelegenheit. Hier wird Geschäft gemacht und die Touristen, also ICH, stören da nur. Die Gabelstabler die mit Karacho durch die Engen Gässchen fegen, haben leider keine Geduld oder Nachsicht mit Touristen. Die Fischhändler kümmern sich wenig darum, ob die ausgeschüttete Suppe aus einem Fischkarton gleich deine Schuhe besudelt. Ehrlich gesagt kam es mir vor wie Absicht. ABER wie geil ist das den? Es wird nicht mehr authentischer als das.

Ich kenne ja aufgrund meiner Italienischen Wurzeln so ziemlich einige Märkte auf Sizilien und habe in Spanien, Portugal, Sardinien und den Staaten immer die Möglichkeit genutzt meine Fische anzuschauen – ja ich bin ein Bär und liebe Fisch – auch wenn das erst seit einiger Zeit ohne wenn und aber so ist. Sorry Dad – ich war nicht grad einfach als kleiner Bär wenn es um Fisch ging…

Am Abend gab es also Tokio Sushi wie es sich gehört und Mamma Mia was für eine Wohltat!!! Ich hatte bisher nur in Singapore so tollen rohen Fisch gegessen. Man mag mir fast nicht glauben, dass ich es mit Worten nicht beschreiben kann. Diese Bilder sollen dem Ganzen versuchen gerecht zu werden.

Ich hör Dir zu